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Meister fordert den Qualifikationssieger und wieder Derby im Westen

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Ab Samstag kämpfen in der National League die Top 4 der Regular Season um den Meisterkübel.

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Davos gegen den ZSC ist auch das Duell der Ausgeruhten © KEYSTONE/GAETAN BALLY

Wenn am Samstagabend der Puck zum ersten Bully der Playoff-Halbfinals eingeworfen wird, dürfen sich die Eishockey-Fans auf hochklassige Affichen freuen. Die Qualifikation hat in dieser Spielzeit nicht gelogen: Mit dem HC Davos, den ZSC Lions, Fribourg-Gottéron und Genève-Servette haben sich zum zehnten Mal seit Einführung von Best-of-Seven die vier besten Mannschaften der Regular Season im Viertelfinal durchgesetzt. Nun kommt es zum Klassiker zwischen dem Qualifikationssieger und dem Meister sowie zu einem hochbrisanten Westschweizer Derby.

Es ist das Duell der Schwergewichte in diesem Eishockey-Frühling. Der HC Davos, der sich überlegen den Qualifikationssieg gesichert hat, trifft auf die ZSC Lions. Die Zürcher treten mit dem enormen Selbstvertrauen des Meisters der letzten beiden Saisons an und streben den Titel-Hattrick an.

Es prallen zwei Mannschaften mit beeindruckenden statistischen Werten aufeinander. Die Bündner brillieren insbesondere in Überzahl: Bereits in der Qualifikation wies der HCD mit 26 Prozent das beste Powerplay der vier Halbfinalisten auf. In den bisherigen Playoffs in der Serie gegen Zug (4:1) steigerte sich Davos in dieser Disziplin gar auf eine herausragende Erfolgsquote von 38 Prozent. Zudem sprechen die Direktbegegnungen der laufenden Saison überraschend deutlich für das Team von Josh Holden: Der HCD entschied drei der vier Aufeinandertreffen gegen die Zürcher in der Regular Season für sich.

Die ZSC Lions hingegen haben ihre Meisterambitionen mit einem glatten Durchmarsch untermauert und ihre Viertelfinalserie gegen Lugano in nur vier Spielen souverän mit 4:0 Siegen gewonnen. Einer der Zürcher Trümpfe ist die Defensive um Torhüter Simon Hrubec, der in der Qualifikation mit 92,7 Prozent die beste Fangquote der Liga-Stammgoalies verzeichnete. Zudem überzeugt der ZSC in den Playoffs mit einem starken Boxplay von 87 Prozent. Für den Rekordmeister aus dem Landwassertal wird es die ultimative Reifeprüfung, dieses Defensivbollwerk zu knacken – nicht zuletzt, um endlich die grosse Sehnsucht nach dem ersten Meistertitel seit 2015 zu stillen.

In der zweiten Halbfinal-Serie blickt die Eishockey-Schweiz in die Romandie. Fribourg-Gottéron trifft auf Genève-Servette. Es ist das Duell zweier Equipen, die einen ungemein kräftezehrenden Viertelfinal in den Knochen haben und ihr Halbfinalticket jeweils erst über die volle Distanz von sieben Spielen lösen konnten.

Besonders die Genfer reisen nach ihrem Effort gegen Lausanne mit massiver offensiver Feuerkraft an. Servette stellt mit Markus Granlund (54 Punkte) und Jesse Puljujärvi (52 Punkte) zwei der drei punktbesten Spieler der gesamten Qualifikation. Diese Wucht zeigt sich auch in den Playoffs, wo die Genfer bereits acht Powerplay-Tore erzielten und eine Überzahl-Quote von 36 Prozent aufweisen. Und in Spiel 6 der Viertelfinals zeigten die Ausländer in den Reihen der Genfer ihre Qualitäten eindrücklich, als sie das Ausscheiden durch eine fulminante Aufholjagd vom 0:3 zum 4:3 in extremis abwendeten.

Diese enorme Genfer Offensivstärke trifft nun auf die defensive Stabilität von Fribourg-Gottéron. Die Drachen stützen sich auf Torhüter Reto Berra, der in der Regular Season eine starke Fangquote von 92,0 Prozent erreichte. Das absolute Prunkstück der Freiburger ist jedoch das Unterzahlspiel: Nach starken 88 Prozent in der Qualifikation überragt Gottéron in den laufenden Playoffs mit einem nahezu unbezwingbaren Penaltykilling von 91 Prozent.

Die Direktbegegnungen in der Regular Season unterstreichen die absolute Ausgeglichenheit dieser Serie: Beide Mannschaften konnten je zwei der vier Duelle für sich entscheiden. Fribourg geniesst als das in der Qualifikation besser klassierte Team zudem den wichtigen Heimvorteil. Geht diese Serie über die volle Distanz, was durchaus realistisch scheint, könnte dies für die Freiburger der entscheidende Vorteil sein.

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